PrioKids versteht sich als innovativer Akteur im Bereich der frühkindlichen und schulergänzenden Bildung. Wir schließen die systemische Lücke zwischen medizinischer Therapie und dem klassischen Bildungsalltag. In Anlehnung an moderne pädagogische Standards und den Bildungs- und Orientierungsplan von Baden-Württemberg und Hessen verfolgen wir den Auftrag, Kindern eine lückenlose, bedürfnisorientierte und fachlich fundierte Förderung zu ermöglichen. Wir sind der „Dritte Ort“, an dem Prävention, Anschlussförderung und freie Entfaltung in einer wertschätzenden Atmosphäre verschmelzen.
In der pädagogischen Arbeit von PrioKids steht das Kind als eigenständige, kompetente und reiche Persönlichkeit im absoluten Mittelpunkt. Wir betrachten jedes Kind als „Konstrukteur seiner eigenen Entwicklung“, das mit einer natürlichen Neugier und einem tiefen Drang zur Selbstwirksamkeit auf die Welt kommt. Unser Bild vom Kind ist geprägt von tiefem Respekt vor seiner individuellen Biographie und seinem eigenen Rhythmus.
Wir verstehen Verhalten konsequent als eine Form der Sprache – als ein Signal des inneren Zustands. Dabei lassen wir uns von drei zentralen Grundpfeilern leiten:
● Der Blick hinter die Fassade: Wir sind überzeugt: „Das Verhalten ist nur die Spitze des Eisbergs; darunter liegen Gefühle und Bedürfnisse, die wir erst noch gemeinsam entschlüsseln dürfen.“ Diese Haltung bewahrt uns davor, Kinder vorschnell zu bewerten oder zu etikettieren. Wir suchen nicht nach Fehlern, sondern nach den Ursachen für Strategien, die im Moment vielleicht ungünstig erscheinen, aber für das Kind eine wichtige Funktion erfüllen.
● Die Trennung von Verhalten und Person: Wir praktizieren eine bedingungslose Annahme der Persönlichkeit. Für uns gilt: „Es ist kein schwieriges Kind, sondern ein Kind, das es gerade selbst schwierig hat.“ Diese Differenzierung ermöglicht es unseren Fachkräften, auch in herausfordernden Situationen in einer liebevollen, co-regulierenden Verbindung zu bleiben und dem Kind die Sicherheit zu geben, die es für seine Regulation benötigt.
● Potentialorientierung statt Defizitblick: Wir weigern uns, Kinder durch die Brille ihrer diagnostizierten oder wahrgenommenen Einschränkungen zu sehen. In unserer Konzeption gibt es keine Defizite, sondern nur Entwicklungsschritte, die noch bevorstehen. „Wir begleiten hier kein ‚Problemkind‘, sondern eine starke Persönlichkeit in einer entscheidenden Entwicklungsphase.“
Das Kind ist für uns Experte für sein eigenes Erleben. Unsere Aufgabe ist es nicht, das Kind zu „formen“, sondern eine Umgebung zu schaffen, die als „dritter Erzieher“ fungiert und dem Kind ermöglicht, über seine bisherigen Grenzen hinauszuwachsen. Wir schützen die Integrität des Kindes und fördern seinen Mut, die Welt aktiv und selbstbestimmt zu erforschen.
Unsere Arbeit ist getragen von einer Haltung der bedingungslosen Wertschätzung und der positiven Umdeutung -Reframing. Wir verstehen den PrioKids-Kodex nicht als starres Regelwerk, sondern als lebendigen, ethischen Kompass. Im Zentrum steht die Erkenntnis, dass Verhalten niemals im Vakuum entsteht, sondern stets ein Versuch der Selbstregulation oder ein Ausdruck unerfüllter, oft unbewusster Bedürfnisse ist. Wir praktizieren eine konsequente Bedürfnisorientierung: Ein Kind agiert niemals „gegen“ uns, sondern immer „für“ sich selbst, seine Sicherheit und seine psychische Integrität.
In Anlehnung an die Bindungstheorie fungieren unsere Fachkräfte als „Sicherer Hafen“. Wir begreifen uns als Co-Regulatoren, die das Kind in Momenten emotionaler Überforderung empathisch begleiten. Statt defizitorientiert auf fehlende Strategien zu blicken, bewerten wir das Verhalten als die aktuelle Grenze der Belastbarkeit. Wir nutzen das Konzept der Mentalisierung, um die Absichten hinter dem Handeln zu entschlüsseln. Wo das klassische System oft ein „Fehlverhalten“ oder eine „Störung“ sieht, erkennen wir eine ungelenkte Energie, eine hochsensible Reaktion auf ein unpassendes Umfeld oder eine instinktive Antwort des Nervensystems, das Schutz sucht.
Diese ressourcenorientierte Sichtweise erlaubt es uns, die Resilienz der Kinder nachhaltig zu stärken. Wir begreifen jedes Kind als starke Persönlichkeit in einer empfindsamen Entwicklungsphase. In unserer Begleitung gibt es keine „Problemkinder“, sondern nur Kinder, die es gerade selbst schwierig haben und deren Fähigkeiten noch nicht mit den äußeren Erwartungen Schritt halten können. Wir übersetzen die „Sprache der Not“ in konstruktive Entwicklungsschritte, indem wir dem Kind helfen, alternative Strategien zur Selbstwirksamkeit zu finden.
Wir schaffen eine fehlerfreundliche Umgebung, in der Fehler als wertvolle Lerninformationen auf dem Weg zur Autonomie gesehen werden. Die Qualität der Beziehung steht dabei immer über der pädagogischen Intervention. Ein Kind, das sich bedingungslos angenommen fühlt – auch und gerade in seinen schwierigsten Momenten – gewinnt das Vertrauen zurück, das notwendig ist, um sich mutig der Welt und neuen Lernherausforderungen zuzuwenden. Wir stärken konsequent die Stärken, um Schwächen zweitrangig werden zu lassen, und begleiten das Kind in seinem individuellen Tempo, frei von künstlichem Zeitdruck.
Das PrioKids-Prinzip begleitet Kinder über drei prägende Entwicklungsphasen hinweg.
Wir definieren hierfür 33 zentrale Lern- und Entwicklungsziele, Step 1-33.
Aufbau einer stabilen Urvertrauensbasis durch feinfühlige Beantwortung von Bedürfnissen.
Entwicklung der sensorischen Integration durch taktile, visuelle und auditive Reize.
Erlangen von Sicherheit in der Körperbeherrschung, vom Drehen bis zum freien Gang.
Erste Schritte der Autonomieentwicklung und Entdeckung der eigenen Wirksamkeit.
Aufbau von Vorläuferfähigkeiten der Sprache durch Mimik, Gestik und Lautmalerei.
Entwicklung der Objektpermanenz und Entdeckung der Umwelt durch Exploration.
Erfahren von emotionaler Sicherheit in Trennungssituationen, Eingewöhnungskompetenz.
Erlernen von basalen Strategien der emotionalen Selbstberuhigung durch Co-Regulation.
Differenzierung der verbalen Ausdrucksfähigkeit und Erweiterung des Wortschatzes.
Entwicklung von Empathie und die Fähigkeit, die Perspektive anderer einzunehmen.
Verfeinerung der Feinmotorik als Grundlage für kreatives Gestalten und späteres Schreiben.
Erlernen von Gruppenregeln und die Entwicklung von Kooperationsbereitschaft.
Stärkung des symbolischen Spiels als Verarbeitung von Alltagserlebnissen.
Aufbau von Frustrationstoleranz durch begleitete Konfliktlösung im Spiel.
Förderung der Neugier und des forschenden Lernens, Warum-Fragen.
Ausbildung eines positiven Selbstkonzepts „Ich kann das schon allein“.
Festigung der Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer bei komplexeren Aufgaben.
Entwicklung von Problemlösestrategien im schulischen und sozialen Kontext.
Aufbau von Medienkompetenz und kritischer Wahrnehmung digitaler Inhalte.
Stärkung der grobmotorischen Koordination durch Sport- und Bewegungsangebote.
Erlernen von Selbstmanagement-Strategien, Strukturierung von Lernzeiten.
Vertiefung der moralischen Urteilsfähigkeit und Gerechtigkeitsempfinden.
Förderung spezifischer Talente und Interessen ,Stärkenprofilierung.
Entwicklung von Teamfähigkeit und konstruktiver Kritikfähigkeit.
Sicherer Umgang mit eigenen Emotionen in Leistungssituationen.
Findung und Festigung der eigenen Identität im sozialen Umfeld und in Gruppengefügen.
Entwicklung einer kritischen Reflexionsfähigkeit gegenüber gesellschaftlichen Normen.
Erlernen von Stressbewältigungstechniken und Achtsamkeit im Alltag.
Bewusstsein und Stärkung der sozialen Verantwortung.
Fähigkeit andere Sichtweisen einzunehmen, Ausbau der kommunikativen Kompetenz zur gewaltfreien Konfliktklärung.
Entwicklung eines verantwortungsbewussten Umgangs mit dem eigenen Körper, Pubertät.
Förderung der intrinsischen Motivation und langfristigen Zielsetzung.
Festigung einer stabilen psychischen Resilienz für den Übergang in die Jugendphase.
Umsetzung der Bildungs- und Entwicklungsfelder
Wir nutzen die grundlegende Motivation der Kinder, um sie in den sechs zentralen Bildungsbereichen individuell zu fördern:
Sinne: Ästhetische Grunderfahrungen durch vielfältige Materialien.
Körper: Bewegung als Motor des Lernens und Verständnis für Gesunderhaltung.
Sprache: Instrument zur Welterschließung durch Sprachbäder und Fachförderung.
Denken: Förderung der Neugier durch Forschen, Entdecken und Experimentieren.
Gefühl und Mitgefühl: Bewusste Wahrnehmung von Emotionen und Empathieentwicklung.
Sinn, Werte und Religion: Werteorientierte Basis und respektvoller Umgang mit Vielfalt.
Das Spiel als Lernmotor
Das kindliche Spiel nimmt in unserer Konzeption den höchsten Stellenwert ein. Wir schaffen Räume, in denen Kinder durch Spiel Erfahrungen von Ursache und Wirkung sammeln.
Das Mit-Wachs-System im PrioKids Abo-Modell
Unser flexibles System ist die Antwort auf die dynamische Entwicklung. Es ermöglicht einen unbürokratischen Wechsel zwischen Bildungsangeboten, angepasst an die Lebensphase und die Interessen des Kindes.
Das Light-Asset-Modell
Durch Kooperation mit Gemeinden nutzen wir vorhandene Ressourcen nachhaltig und sichern eine flächendeckende Qualität auch in ländlichen Regionen.
Wir sehen Familien als primäre Experten für ihre Kinder. Unsere Fachkräfte agieren als professionelle Begleiter, die durch den Wegfall bürokratischer Hürden echte Präsenz am Kind zeigen können.